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5. Junior-Future im Jahr 2015

Die besten der jungen Tenniscracks beim TC Rot-Weiß Wahlstedt

Ein buntes Sprachengewirr herrscht zurzeit auf der Tennisanlage in der Nordlandstraße – doch das gilt nur am Rande des Platzes, die Fachbegriffe sind englisch, klar und international. „Out“, „Deuce“, „You got to serve“: 120 Jungen und Mädchen bis zu zwölf Jahren aus 22 Nationen treffen sich noch bis Sonntag beim 5. Junior-Future in Wahlstedt.
Wir begleiteten an den ersten Turniertagen einen Spieler, der zuvor 1800 Kilometer Autofahrt hinter sich hatte: Maxime Hillhouse (12) aus Toulouse, Sohn des Franzosen Stephan und der Österreicherin Nadja Hillhouse. Es ist sein sechstes großes Turnier in diesem Jahr – Maxime maß sich 2015 schon mit der Nachwuchs-Tenniselite in Barcelona, Münster, Kufstein, Bregenz und auf Gran Canaria. Das Ziel des Zwölfjährigen ist klar: „Ich will in Roland Garosse spielen und bei den US Open.“ Roger Federer ist sein großes Vorbild: „Der Schweizer ist einfach der kompletteste Spieler“.
Dem Tennis ordnet Maxime alles übrige unter, hat dafür im jungen Kindesalter Fußball und Handball aufgegeben. Er steht zwölf Stunden pro Woche auf dem Trainingsplatz, war bei einem Future-Turnier bereits Vierter im Einzel und stand in Münster und in Paris im Doppel-Finale. Auch Bruder Alexander (14) spielt intensiv Tennis, selbst Nesthäkchen Nicolas (3,5) hat mitunter schon den Schläger in der Hand. Nur Vivien (18), die große Schwester hat das Racket beiseite gelegt: „Sie hat’s versucht“, schmunzelt Maxime.
So sehr er selbst gern Profi werden möchte, so weiß er doch, dass ein steiniger Weg vor ihm liegt, und so sorgt er ganz von selbst dafür, dass seine Jugend nicht zur kurz kommt: „Sonntags spiele ich mit dem Vater Pingpong und dann noch viel an der Playstation. Und sonnabends werden Hausaufgaben gemacht.“
In Wahlstedt war für den ehrgeizigen Franzosen gestern allerdings Endstation: In Runde drei musste er sich dem Schweden Arslanbek Temirhanov geschlagen geben. Sogar in Runde 1 mussten sich die einzigen beiden Wahlstedter Teilnehmer geschlagen geben, Emely Fink (11) und Clemens Intert (12), wobei Clemens dem Franzosen Sofiane Ouaraz ganz knapp mit 6:4, 1:6, 2:6 erst im dritten Satz unterlag.
Die Leistungsdichte des Nachwuchsturniers werde von Jahr zu Jahr dichter, sagt Turnierdirektor Dr. Frank Intert. Doch selbst, wenn man in der ersten Runde scheitert wie Interts jüngster Sohn Clemens, sei es wichtig, in der B-Runde und im Doppel weiterzuspielen: „Für die U 12 gibt es keine Deutschen Meisterschaften“, sagt der Betreiber der Rot-Weiß-Tennsianlage. „Da sammelt man nur bei zwölf bis 14 Turnieren in Deutschland so wie dem unserem wichtige Ranglistenpunkte.“ Und da waren Emily und Clemens gestern noch kräftig dabei. Nationale Meisterschaften gibt es für den U 12-Nachwuchs noch nicht, wohl aber Nationalmannschaften, die sich auch in Länderkämpfen gegenüberstehen. Beim Wahlstedter Future wohnen die Nationalteams der Türkei und von Zypern, der Finnen und Rumänen, der Russen, Ukrainer und Kasachen ebenso wie die Franzosen und Spanier in der Trappenkamper Landesturnschule. Für die übrigen Teilnehmer sind Unterkünfte in allen umliegenden Orten von Bark bis Fahrenkrug angemietet worden. Einige Familien wohnen auch im Wohnmobil auf der Anlage.Praktisch: Diese jungen Spieler machen schon ihre ersten Übungsschläge, wenn die anderen noch gar nicht aufgestanden sind . . .
Lothar Kullack, LN

Maxime Hillhouse aus dem franz In den Pausen wird im Clemens Intert (r.) mit Felipe

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